Marktforschung
Anlässlich der Odette-Konferenz in Paris, November 2005 hat open4business die Automobilhersteller und Zulieferer über die Nutzung von Unternehmensportalen und den künftigen Einsatz des User Access Manager befragt.
Die Ergebnisse der Befragungen zeigen folgendes Bild und künftige Tendenzen:

Aus Sicht der Automobilhersteller:

Zur Abwicklung der Geschäftsprozesse über ihre Unternehmensportale verfügen die Automobilhersteller nicht über eine adäquate Software. Dieses ist jedoch eine Notwenigkeit, um Geschäftsprozesse reibungslose abzuwickeln.
Ohne eine Registrierung der Lieferanten auf den Portalen Automobilhersteller sind Geschäftsbeziehungen zwischen Kunden und Lieferanten nicht problemlos und nicht effizient abzuwickeln.
Die Lieferanten werden zu einer „effizienten“ Nutzung der Unternehmensportale seitens der Hersteller immer mehr veranlasst. Die Automobilhersteller unterstützen eine sichere Lösung der Nutzer-Verwaltung (bei den Lieferanten) im Hinblick auf den Austausch von sensiblen Daten und das große Risiko durch unberechtigte Zugriffe.
Automobilhersteller favorisieren eine Software-Lösung der Automobilzulieferer, die sich an den ODETTE UAM Standards orientiert.
Gegenwärtig werden Kontrolle und Sicherheit der Nutzerverwaltung zwischen Herstellern und Lieferanten vertrauensvoll aber unterschiedlich geregelt. Ein einheitlicher Standard besteht noch nicht, ist aber wünschenswert.
Automobilhersteller stellen nur Mindestanforderungen an ihre Lieferanten. Dennoch erwähnten die Hersteller, dass unter Effizienzbetrachtungen diese Anforderungen jedoch wesentlich weitreichender sein müssten.

Aus Sicht der Zulieferer:

Bei den Zulieferern ist die Nutzerwaltung und die Organisation von Kunden-Portalen in erster Linie eine Vertriebsaufgabe. Dabei erfolgt die Nutzerverwaltung überwiegend dezentral.
Grundsätzlich gibt es keine ausreichenden Kontrollen und auch keine Auswertungen über realisierte Zu- und Abgänge beim Nutzen von Kundenportalen. Nutzer verwalten sich in der Regel selbst.
Automobilzulieferer haben sich mit dem Einsatz von Softwarelösungen zur Abwicklung von Geschäftsprozessen über die Kundenportale bisher nur unzureichend befasst. Organisatorisch fehlt den Zulieferer dafür in der Regel auch eine zentrale Ansprechstelle für z.B. die „eBusiness“-Prozesse.
Gegenwärtig werden für die Verwaltung und Abwicklung komplexer und sensibler Geschäftsprozesse zwischen den Zulieferern und ihren Kunden unter Berücksichtigung von Unternehmensportalen z. B. Programme wie „MS-Excel“ verwendet.